healthy3 Newsletter Nº 03 | 2018

Kostbares Wasser

Das war ein Sommer. Blauer Himmel, Hitze, Trockenheit. Das Lechzen nach Wasser war gross: sei es um den Durst zu löschen, zur Abkühlung oder um Felder und Tiere zu tränken. Welchen Wert eine Ressource hat und wie kostbar sie ist, wird immer dann deutlich spürbar, wenn sie knapp wird. Was die Wasserknappheit für Folgen hatte, bekamen insbesondere Landwirte zu spüren. Denn 70 % des genutzten Wassers geht in die Landwirtschaft. Ohne Wasser können Pflanzen nicht gedeihen und damit keine Lebensmittel hergestellt werden. Die Abhängigkeit von Wasser ist riesig, nicht nur im Inland. Lesen Sie weiter und erfahren Sie wie gross der Schweizer Wasserfussabdruck ist und was man unter virtuellem Wasser versteht.

Mit herbstlichen Grüssen, Sophie Frei – Leiterin healthy3.ch


healthy3 Tipp – gut für Umwelt und Gesundheit: Trinkwasser aus dem Hahn ist der natürlichste und gesündeste Durstlöscher! In der Schweiz ist Leitungswasser von bester Qualität, günstig, ökologisch und fast überall verfügbar.

Weitere Infos rund um Wasser:

  • Den täglichen Flüssigkeitsbedarf von 1-2 Litern deckt man am besten mit Leitungswasser oder ungesüsstem Kräuter- oder Früchtetee.
  • Wer Leitungswasser trinkt, vermeidet zusätzlichen Energieaufwand, der für das Abfüllen, den Transport, die Verpackung und die Entsorgung von abgefüllten Getränken anfällt.
  • Durch das Auffüllen einer wiederverwendbaren Trinkflasche wird Verpackungsmaterial eingespart, denn jedes Jahr fallen in der Wasserindustrie 1,5 Millionen Tonnen Kunststoff an.
  • Wer Leitungswasser anstelle eines Süssgetränks trinkt, schont nicht nur das Klima, sondern auch seine Gesundheit: Pro 500 ml eines Süssgetränks werden etwa 12 Würfelzucker konsumiert.
  • healthy3 Tipp: In Restaurants ist das Bestellen von Leitungswasser unkomplizierter geworden: Immer mehr Gastronomiebetriebe verkaufen Leitungswasser und spenden einen fixen Teil des Wasserumsatzes an ein soziales Projekt. Zum Beispiel an Wasser für Wasser (WfW), eine engagierte Non-Profit-Organisation, die mit über 400 Partnerbetrieben in der Schweiz zusammenarbeitet und sehr vielen Menschen in Sambia nachhaltigen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht.

>> Weitere Infos und Links zum Thema Wasser


Wissenswert

Wissenswertes über Wasser

Wasser ist die Grundlage allen Lebens, unverzichtbar für die menschliche Gesundheit und die Ernährungssicherheit. Neben dem direkten Wasser, das wir zum Beispiel zum Kochen oder Duschen verbrauchen, werden für die Herstellung von Konsumgütern grosse Wassermengen indirekt benötigt. Die indirekte Wassernutzung wird auch als «virtuelles Wasser» bezeichnet. Pro Tag und Person verbrauchen wir etwa 4000 Liter oder 31 Badewannen (à 130 Liter) an «virtuellem Wasser». Insbesondere für die Herstellung von landwirtschaftlichen Produkten wie Lebensmitteln, sind immense Mengen an Wasser erforderlich.

Jedes Produkt hinterlässt während der Herstellung einen Wasser-Fussabdruck:

Für eine einzige Tasse Kaffee werden 140 Liter Wasser benötigt, vom Anbau der Kaffeepflanze über die Verarbeitung der Kaffeebohnen bis hin zur Zubereitung.

Wofür steht der „Wasser-Fussabdruck“? Der Wasser-Fussabdruck ist ein Mass für die Wassernutzung, der sich für Länder, Städte, Unternehmen oder Personen berechnen lässt und sich aus der direkten und der indirekten Wassernutzung zusammensetzt.

Für die Berechung des Schweizer Wasser-Fussabdrucks wird die gesamt Menge an Regenwasser, Oberflächenwasser und Grundwasser zusammengerechnet, die global für die Produktion der Waren und Dienstleistungen für den Schweizer Konsum benötigt wird. Der grösste Anteil des Wasser-Fussabdrucks der Schweiz – 82 % – wird durch Wasser erzeugt, das im Ausland zur Produktion von Konsumgütern benötigt wird. Und dies oftmals in Regionen, in denen die Wasserressourcen knapp sind.

Werden beispielsweise Tomaten oder Erdbeeren ausserhalb der lokalen Saison aus Gegenden importiert, in denen Wassermangel herrscht, z.B. aus Spanien, ist das besonders problematisch, da dadurch das Grundwasservorkommen gefährdet wird. Ein Grund mehr, saisonale Früchte und Gemüse aus der Region zu wählen! Weitere Produkte die häufig in Gegenden hergestellt werden, in denen Wassermangel herrscht und die viel Wasser benötigen, sind z.B. Fleisch, Reis oder Weizen.

>> Impulse für Lehrpersonen zum Thema Wasser der Stiftung éducation21.ch

Quellen und Links: Der Wasserfussabdruck der Schweiz, WWF Schweiz 2012; Umwelt-Fussabdrücke der Schweiz, BAFU, 2018; virtuelles-Wasser.de; werkzeugkastenumwelt.ch


Lesenswert

Veganes Essen und Trinken ist in aller Munde. Über die Vor- und Nachteile einer veganen Ernährung wird viel diskutiert – das Thema polarisiert.

Wer sich fundiert über die ernährungsphysiologischen und gesundheitlichen Vor- und Nachteilen einer veganen Ernährung informieren will, der wird im neuen Bericht der Eidgenössischen Ernährungskommimssion EEK fündig.


Sehenswert

Weniger Food Waste dank der neuen Koch-App «MyFoodways»: Die neue Koch-App bietet ausgewogene und alltagstaugliche Rezepte und lässt sich so personalisieren, dass sie sich den Vorlieben und dem Inhalt des eigenen Kühlschranks anpasst. Ausserdem kann man Köchen und Food-Bloggern folgen und sich von ihren Ideen inspirieren lassen: Myfoodways.com


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