healthy3-Newsletter Juni 2026

Informationen und Tipps rund um eine nachhaltige und gesunde Ernährung sind allgegenwärtig und es ist nicht immer einfach deren Qualität einzuschätzen. In Deutschland hat der Ernährungsradar über 50 Portale und Plattformen mit Ernährungsinformationen unter die Lupe genommen und diese hinsichtlich Transparenz, wissenschaftlicher Basis, Neutralität und Werbefreiheit bewertet. Auch uns ist es wichtig, fachlich fundierte Informationen zu vermitteln, Denkanstösse zu geben und kreative Lösungsansätze aufzuzeigen. Werfen Sie doch mal wieder einen Blick auf unsere Wissensplattform, wir freuen uns über Anregungen und Feedback!

Ausserdem in diesem Newsletter: Eine neue Grafik zur Ökobilanz von Lebensmitteln, das Kochbuch «Leaf to Root Express», Infos über pflanzliche Alternativen zu Fleisch, die erste nationale Food Save Kampagne, der Rezeptomat sowie 100 Gründe fürs Gehen und Velofahren.

healthy3-News

Ökobilanz von Lebensmitteln

Im Zuge der Aktualisierung der Schweizer Ernährungsempfehlungen wurde auch die Grafik zur Ökobilanz von Lebensmitteln von der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung SGE in Zusammenarbeit mit healthy3 aktualisiert. Die Grafik veranschaulicht die Umweltbelastung häufig konsumierter Lebensmittel, von der Produktion über die Verarbeitung bis zum Vertrieb. Die Umweltwirkungen (Ressourcenverbrauch, Emissionen, Abfall) werden in einer einzigen Kenngrösse, den Umweltbelastungspunkten UBP, zusammengefasst. Die UBPs sind pro Portion angegeben und die Portionsgrössen der Lebensmittel basieren auf den Schweizer Ernährungsempfehlungen.

Das Poster mit Begleitinformationen richtet sich an Konsument*innen und soll auf einfache Weise die unterschiedlichen Auswirkungen der Lebensmittel auf die Umwelt darstellen. >> zur Ökobilanzpyramide

Pflanzliche Alternativen zu Fleisch

Für alle, die das Webinar «Pflanzliche Alternativen zu Fleisch – gesundheitliche und ökologische Aspekte» im November 2025 verpasst haben oder sich eine Zusammenfassung wünschen: Im Gesundheitsblog der Universität Zürich bieten die Referierenden eine ausführliche Zusammenfassung des Webinars und gehen der Frage nach, was einen hochwertigen pflanzlichen Fleischersatz auszeichnet.

>> Zum Blogbeitrag
>> Weitere Informationen zu pflanzlichen Proteinlieferanten

Foto: Restaurant Roter Delfin, Zürich

Während der Aktionswoche «Bohne auf die Bühne» des Ernährungsforums Zürich im April 2026 wurden Bohnen, Linsen, Erbsen & Co. ins Scheinwerferlicht gerückt! Gastroprofis zeigten in ihren Restaurants, wie vielseitig Schweizer Hülsenfrüchte zubereitet werden können. Das Ziel der Aktionswoche ist, dass Schweizer Hülsenfrüchte sichtbarer werden und ihren Platz auf den Tellern finden.

Die Rezepte sind eine Einladung zu mehr Vielfalt auf dem Teller und enthalten Tipps und Infos zu Hülsenfrüchten.

>> Weitere Infos zur Aktionswoche
>> Zu den Rezepten

Lesenswert: Leaf to root – Express

Jetzt wo Radiesli, Rüebli, Kohlrabi & Co. wieder aus dem Boden spriessen, stellt sich die Frage, was man mit dem wertvollen Grün zubereiten könnte.

Esther Kern liefert in ihrem Kochbuch «Leaf to Root Express» kreative Antworten und zeigt, wie Karottenkraut, Radieschenblatt oder Gurkenschale zu wunderbaren Gerichten verarbeitet werden können. Sie verrät ihre besten Alltagsrezepte und zeigt wie Fenchelkraut-Pesto oder Gurkenschalen-Limonade ohne viel Aufwand gelingen.

Das Kochbuch enthält auch ein Kapitel mit Informationen und Anekdoten rund um «Leaf to Root», in dem es um Giftigkeit, Pestizide und Gesundheit geht.

>> zum Kochbuch
>> Leseprobe (PDF)
>> Rezept «Roher Blumenkohl-Salat mit gebratenem Strunk» ausprobieren

Unterstützenswert: Food Save Kampagne

Vom 12. Bis 20. September 2026 findet in der Schweiz zum ersten Mal eine Nationale Woche gegen Food Waste statt. Dann dreht sich in der ganzen Schweiz alles um den bewussteren Umgang mit Lebensmitteln. Ziel der Aktionswoche ist es, das Thema Lebensmittelverschwendung durch zahlreiche Aktionen und Events in den Fokus zu rücken und Konsument*innen zu sensibilisieren und zu aktivieren. Denn private Haushalte tragen einen wesentlichen Teil dazu bei: Pro Person fallen zu Hause durchschnittlich 80 kg essbare Lebensmittelabfälle pro Jahr an. >> Mach mehr draus!

Ausprobierenswert: Rezeptomat

Der Food-Save-Rezept-Generator von GORILLA – dem Gesundheitsförderungs- und Bildungsprogramm für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene – soll Jugendliche im Alter von 13-18 Jahren dazu motivieren, ausgewogener zu essen und Food Waste zu vermeiden. Der Rezeptomat basiert auf Künstlicher Intelligenz und verknüpft spielerisch die Verwertung vorhandener Lebensmittel mit Rezepten für eine ausgewogene Ernährung. So wird aus «Resteverwertung» echtes Food-Saving mit Genuss! >> Rezeptomat ausprobieren

Für den Unterricht hat GORILLA ausserdem drei passende Unterrichtseinheiten erstellt:

  1. Food Save-Stationen: Hintergründe und Folgen von Food Waste und warum es sich lohnt, Food Save zu betreiben.
  2. Künstliche Intelligenz: Was ist künstliche Intelligenz, welche Vor- und Nachteile hat KI und wo wird KI eingesetzt?
  3. Food Save Challenge mit KI: Theoretisches Wissen praktisch anwenden, indem mit dem KI-Rezeptgenerator gekocht wird.

Wissenswert: 100 Gründe fürs Gehen und Velofahren

Nicht nur die Ernährung, auch das Bewegungs- und Mobilitätsverhalten im Alltag wirkt sich auf die Gesundheit und die Umwelt aus. Die WHO hat 100 Gründe gesammelt, warum es sich lohnt im Alltag mehr zu Fuss zu gehen oder mit dem Velo zu fahren:
 Von besserem Schlaf, über weniger Stress bis hin zu lebendigeren Quartieren. Die Liste ist lang und zeigt, wie viel Wirkung in alltäglichen Wegen und Entscheidungen steckt.

>> Förderung psychischer Gesundheit durch Radfahren und Zufußgehen: ein Ansatz mit gleichzeitigem Nutzen für die Gesundheit und die Nachhaltigkeit, WHO

Mehr Bewegung im Alltag

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